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Zusätzliche Behandlungen

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Embryo Glue

EmbryoGlue® enthält Hyaluronan in hoher Konzentration (0,5 mg/ml) und eine geringe Konzentration rekombinanten menschlichen Albumins. In der Annahme, dass diese Bestandteile im Medium die Bedingungen in der Gebärmutter optimal simulieren und die Implantation der Embryonen nach dem Transfer erleichtern, wird dieses Medium speziell für den Embryotransfer angeboten.

Die Mehrzahl an Studien hierzu zeigt eine bessere Schwangerschaftsrate durch die Verwendung von Embryoglue, andere Studien wiederrum konnten diesen Effekt nicht nachweisen.

Auf Grund der geringen Datenlage ist bisher zusammenfassend ein absoluter Vorteil des EmbryoGlue® für Patientinnen mit guter Prognose nicht sicher zu belegen, die Anwendung kann bei Ihnen aber individuell diskutiert werden.

Kosten:

Das Verfahren des EmbryoGlue® gehört nicht zum Leistungskatalog der Versicherungen in Deutschland. Sollte die Anwendung dieses Verfahrens gewünscht werden, müssen die Kosten der Behandlung selbst übernommen werden.

  • EmbryoGlue®
  • Assisted Hatching
  • Calcium-Ionophor
  • Endometriumbiopsie
  • Blastozystenkultur und Blastozystentransfer

Assisted Hatching

Die menschliche Eizelle ist von einer Hülle umgegeben, der so genannten Zona pellucida. Diese Hülle umgibt den frühen Embryo bis etwa 5-6 Tage nach der Befruchtung. Zu diesem Zeitpunkt bezeichnet man den Embryo als Blastocyste. Hatching (Ausschlüpfen) wird der Vorgang genannt, bei dem der Embryo 5-6 Tage nach der Befruchtung die Außenhülle (Zona pellucida) verlässt, um sich in der Gebärmutterschleimhaut einzunisten. Dieses Ausschlüpfen ist ein entscheidender Schritt für die embryonale Weiterentwicklung und das Entstehen einer Schwangerschaft. Das Ausschlüpfen wird in der Regel vom Embryo selbst gesteuert und eingeleitet, wenn der Embryo gewachsen ist und eine bestimmte Zellzahl erreicht hat (Blastozystenstadium).

Probleme bei dem natürlichen Schlüpfvorgang des Embryos (Hatching):

Leider gibt es einige Faktoren, die dem Embryo das Verlassen seiner Eihülle erschweren oder sogar unmöglich machen können. So kann es beispielsweise sein, dass die Zona pellucida zu hart oder zu dick ist. In einem solchen Fall benötigt der Embryo Hilfe, um seine Eihülle verlassen zu können und letztendlich zu einer Schwangerschaft zu führen.

Technik des Assisted Hatching (Laserschlüpfhilfe):

Bei der mikroskopischen Zusatzbehandlung des Assisted Hatchings wird an der Eihülle eine kleine Einkerbung angelegt, die beim Schlüpfen als eine Art Sollbruchstelle fungiert und dem Embryo an dieser Stelle das Verlassen der Zona pellucida erleichtern soll. Unter Verwendung eines computergesteuerten Infrarotlasers wird durch einen kurzen Impuls die erwünschte Einkerbung erzeugt. Eine Schädigung des Embryos kann dabei ausgeschlossen werden, da sich die Laserbehandlung nur auf die später abgestoßene Eihülle bezieht. Es entsteht eine Kerbe in der Zona pellucida, die beim Schlüpfen aufplatzt und dem Embryo so das problemlose Verlassen seiner Eihülle erlaubt.

Wer profitiert vom Assisted Hatching?

Einzelne Studien zeigen eine leichte Steigerung der Schwangerschaftsrate unter Zuhilfenahme des Assisted Hatchings. Momentan zeigt die etwas größere Anzahl an Studien keine Besserung der Schwangerschaftsrate, sodass der Nutzen nicht belegt werden kann.

Kosten:

Das Verfahren des Assisted Hatching gehört nicht zum Leistungskatalog der Versicherungen in Deutschland. Sollte die Anwendung dieses Verfahrens gewünscht werden, müssen die Kosten der Behandlung selbst übernommen werden.

Calcium – Ionophor

Calcium hat sowohl bei der Befruchtung als auch bei den nachfolgenden Zellteilungen eine wichtige Rolle inne. Auch nach der Anwendung der ICSI (Intrazytoplasmatische Spermieninjektion) kann es vorkommen, dass die Befruchtungsrate der Eizellen sehr niedrig ausfällt oder eine Befruchtung komplett ausbleibt. Bei auffällig niedrigen Befruchtungsergebnissen kann ein Mangel von Calcium der Grund sein. So kann entweder die Samenzelle die Eizelle nicht aktivieren oder die Eizelle kann durch mangelndes Calcium die nachfolgenden Teilungen nur unbefriedigend durchführen.
Ein Ansatz zur Lösung der beschriebenen Problematik wäre das künstliche Anreichern von Calcium in der Eizelle unmittelbar nach Befruchtung. Eine Verbesserung hinsichtlich der Befruchtungsrate bei ICSI bei indizierten Fällen konnte nachgeweisen werden.
Ob die Anwendung dieses Mediums im individuellen Fall sinnvoll ist, bespricht Ihr behandelnder Arzt mit Ihnen.

Kosten:

Das Verfahren des Calcium-Ionophor gehört nicht zum Leistungskatalog der Versicherungen in Deutschland. Sollte die Anwendung dieses Verfahrens gewünscht werden, müssen die Kosten der Behandlung selbst übernommen werden.

Endometriumbiopsie

Unter Endometriumbiopsie versteht man die gezielte ärztlich durchgeführte Probenentnahme aus der Gebärmutterschleimhaut in der zweiten Zyklushälfte.

Das Biopsat wird im Anschluss in ein externes Labor geschickt. In der Regel erfolgt dort die Bestimmung der sog. Plasmazellen und uterinen Killerzellen.

Die Biopsie kann indiziert sein, wenn mehrere Embryotransfers nicht zu einer Schwangerschaft geführt haben oder auch mehrere Fehlgeburten stattgefunden haben.
Finden sich Auffälligkeiten, wird eine medikamentöse Behandlung individuell besprochen.

Blastozystenkultur und Blastozystentransfer

Neue Erkenntnisse der frühembryonalen Entwicklung und bessere Kulturmedien haben es in den letzten Jahren ermöglicht, dass Embryonen bis zum Tag 5-6 in Kultur außerhalb der Gebärmutter gehalten werden können.
Die späte Übertragung (Tag 5) hat ohne Zweifel den Vorteil, dass die Entwicklung der Embryonen länger beobachtet und beurteilt werden kann.
Bei manchen Embryonen kommt es zu einem Entwicklungsstop, meistens weil das embryonale Erbgut im 4-8 Zell- Stadium nicht aktiviert wurde. Andere Embryonen zeigen in der Form Auffälligkeiten wie eine stärkere Zerklüftung, Fragmentierung oder einen deutlichen Größenunterschied der Zellen innerhalb der Embryos.

Die Entwicklung kann als normal gesehen werden, wenn am Tag 3 die Embryonen im 6-8-Zell Stadium sind oder am Tag 5 das Blastozystenstadium erreicht wurde (siehe Abbildungen). Allerdings entwickeln sich nur maximal 40 % der Embryonen bis zu einer Blastozyste. Damit ist auch erklärt, dass nur die Kultur von mehreren Embryonen und die anschließende Auswahl (Selektion) die Möglichkeit bieten, Embryonen mit hoher Einnistungsrate zu übertragen.
Wir raten unseren PatientInnen in der Regel die Auswahl von Embryonen nach längerer Kultur.

Vorteile der verlängerten Embryokultur können in Abhängigkeit vom Lebensalter und vorausgehenden Transfers in der verbesserten Entwicklungsbeobachtung und Identifikation von Embryonen mit gutem Einnistungspotential liegen.